Von A nach B sind es mit dem Auto 24,6 km, direkt. Mit dem Zug könnten es etwas weniger sein, fährt er doch meistens nicht so viele Kurven.
So weit, so gut. Für einen Normalsterblichen Pendler kostet die Monatskarte für diese – mit Verlaub – Miststrecke mit der Bummelbahn aus DDR-Restbeständen wenigstens 76 € (weil das der Studentenpreis ist). Täglich bei großzügigen 22 Arbeitstagen macht das 3,45 € für Hin- und Rückfahrt. Fahrt zum Bahnhof lassen und eventuelles Parken rechnen wir sehr konservativ mal mit 1,50 Euro pro Tag. Sind also 4,95 €.
Für diese 4,95 € bekomme ich an der Tankstelle 3,8 Liter Benzin. Bei ca. 50 km Fahrt muss mein Auto demnach weit über 7,6 Liter auf 100 km verbrauchen, damit man ohne schlechtes Gewissen in einen dieser Porno-Züge einsteigen kann. Wenn ich meine Vespa nehme, komme ich für das Geld sogar an die 150 km weit…
Zugegebenermaßen: Das ist das wegen fehlender Versicherungs- und Abnutzungskosten eine Milchmädchenrechnung. Die meisten besitzen das Auto ja schon und zahlen Steuern und Versicherung. Nichtdestoweniger kann man bei den Preisen für Beförderung mit öffentlichen Verkehrtmitteln getrost auf sie verzichten.
Die Bahn kommt…zu spät. Und mir kommt auch etwas: Das Frühstück. Und zwar wieder hoch. Gute Fahrt allerseits.
EDIT: Und gerade frisch dazu entdeckt: Von Preisen und Pannen in der FAZ.
February 16th, 2010 at 19:46
Warum willst Du mit der Bahn pendeln? Um welche Strecke handelt es sich denn?
Trotzdem schöne Rechnung, die Du da aufgestellt hast.
Da kann man anschaulich die ganzen Meldungen nachvollziehen, in denen es heißt, dass der Regionalverkehr die “Cash Cow” der Bahn ist.
February 16th, 2010 at 21:51
Neee, ich nix Bahn. Ich Auto.
Aber das ist ein Beispiel direkt aus dem Leben von nahestehenden Personen…Also nichts Erfundenes.